
Lissabon in 4 Tagen
Vier echte Tage zwischen Alfama und dem Castelo, den Bauwerken von Belém, Chiado und Bairro Alto, Graça und Mouraria: Etappen zu Fuß, mit der Straßenbahn 28E und den Standseilbahnen, realistische Zeiten, ehrlich benannte Steigungen, Essen dort, wo die Lissabonner essen, und ein ehrliches Budget. Mit Clustrip erstellt, genau so, wie du es sehen würdest.
Praça do Comércio, der Eingang vom Fluss her
Praça do ComércioDie Praça do Comércio ist der große, zum Wasser hin offene Platz: bis zum Erdbeben von 1755 stand hier der Königspalast, und dies war der Kai, an dem die Könige an Land gingen. Sie ist die Eingangsstation der Stadt, und man durchquert sie mehr, als dass man sie besichtigt: die Richtung ist der Triumphbogen der Rua Augusta, der den Platz auf der dem Fluss abgewandten Seite abschließt. Vorher aber das Ritual, das die Reise eröffnet: Auf der Tejo-Seite führen die Marmorstufen des Cais das Colunas ins Wasser hinein — von dort solltest du Lissabon zum ersten Mal ansehen, gratis und vor neun, solange der Platz noch den Lisboetas auf dem Weg zur Arbeit gehört.
Empfohlene Dauer: 42 min
Auf der Terrasse des Triumphbogens der Rua Augusta
Arco da Rua AugustaDer Arco da Rua Augusta ist der Triumphbogen, der die Praça do Comércio abschließt, und er lässt sich wirklich besteigen: Aufzug plus 74 letzte Stufen, und du stehst zwischen den Statuen der Spitze, mit der schachbrettartigen Baixa auf der einen Seite und dem Fluss auf der anderen — das nach dem Erdbeben neu gebaute, perfekte Raster liest sich von hier oben ganz. Das Ticket kostet 5 €, und der Bogen öffnet um 10: Der Reiseplan setzt dich absichtlich zur Öffnung dorthin, denn als Erste da zu sein heißt, ihn für sich zu haben, ohne Schlange am Aufzug. Dann beginnt der eigentliche Anstieg: zehn Minuten die Rua Augusta hinauf und rechts, Richtung Kathedralenhügel.
Empfohlene Dauer: 1h 5m
Die Sé, die Festungskathedrale
Sé de LisboaDie Sé ist Lissabons Festungskathedrale: zwei wuchtige Burgtürme, 1147 über der Moschee errichtet, und sie hat drei Erdbeben überstanden — hier erzählt der Stein die Stadt besser als die Reiseführer. Ein Detail, das fast alle überrascht: Die touristische Besichtigung ist NICHT kostenlos. Das Ticket kostet 7 € und umfasst Hochchor, archäologischen Kreuzgang und Schatzkammer; frei bleibt nur der Bereich für Betende. Und ein Blick auf den Kalender, denn sonntags ist geschlossen: Die Schließtage sind Lissabons eigentliche Falle — prüfe, auf welchen Wochentag dein Besuch fällt, bevor du die Tage festlegst. Das Mittagessen ist fünf Minuten entfernt, unten im Labyrinth von Alfama.
Empfohlene Dauer: 1h 55m
Mittagessen in Alfama, Rua de São João da Praça
Rua de São João da Praça, AlfamaUnterhalb der Kathedrale beginnt das Labyrinth von Alfama, und in den Gassen um São João da Praça isst man zu Mittag wie das Viertel: den Prato do dia — Bacalhau à Brás, Carne de porco à alentejana — in den Tascas, in denen die Anwohner sitzen. Die Regel bei der Wahl ist einfach und trügt nie: handgeschriebene Tafel, und niemand an der Tür, der dich hereinbittet. Iss in Ruhe, aber zieh es nicht zu sehr in die Länge: Was danach kommt, ist der härteste Anstieg des Tages — achtzehn Minuten die Treppengassen Alfamas hinauf bis zum Burgtor, sechzig Höhenmeter am Stück. Mit vollem Magen und kurzen Schritten ist er zu schaffen.
Empfohlene Dauer: 1h 27m
Das Castelo de São Jorge ist Lissabons Balkon: elf maurische Türme auf einem Hügel, der tausend Jahre lang Festung war. Man kommt vor allem wegen der Wehrgänge auf den Mauern, dem höchsten und offensten Punkt des Zentrums — darunter die ganze Baixa bis zur Brücke, und es ist der Blick, der den eben vom Fluss heraufgestiegenen Vormittag ordnet. Das Ticket kostet 17 €, das teuerste der Reise, und in der Hochsaison sollte man reservieren: Plane es ein, denn in Lissabon steigt die Eintrittsrechnung schnell. Die Pfauen, die zwischen den Olivenbäumen umherlaufen, sind dagegen gratis. Dann geht es bergab: vierzehn Minuten durch die Rua do Chão da Feira, Richtung Santa Luzia.
Empfohlene Dauer: 2h 1m
Portas do Sol, die Dächer von Alfama
Miradouro das Portas do SolDer Miradouro das Portas do Sol ist die Postkarte, die du schon vor der Abreise im Kopf hattest: Alfamas orangefarbene Dächer, die zum Tejo hinunterrutschen, links die weißen Kuppeln von São Vicente. Gleich daneben liegt der Miradouro de Santa Luzia, mit Pergola und Azulejos: zwei Aussichtspunkte auf fünfzig Metern, beide gratis. Die Uhrzeit ist kein Zufall: Um 17 Uhr beginnt das Licht seine Arbeit auf den Dächern, und der Atlantikwind, der den Fluss heraufzieht, erinnert daran, warum die Abendschicht in den Koffer gehörte. Bleib, solange das Licht hält: Das Abendessen ist zwölf Minuten entfernt, die Treppchen Alfamas hinunter.
Empfohlene Dauer: 2h 33m
Abendessen und Fado in der Rua dos Remédios
Rua dos Remédios, AlfamaAbends wechselt Alfama die Haut: Aus offenen Türen dringt Fado, und in den Casas de fado der Rua dos Remédios und rund um den Largo do Chafariz de Dentro — wo das Museu do Fado liegt — isst man, während jemand wenige Meter vom Tisch entfernt singt. Die geschuldete Ehrlichkeit: Fast alle verlangen einen Mindestverzehr, rechne ihn also ein, bevor du dich setzt. Und die Regel, die das Erlebnis wert ist: Die kleinen Säle mit zwei Gitarren sind mehr wert als die mit dem großen Schild — Fado ist etwas Intimes, und der Raum zählt so viel wie die Stimme. Es ist der richtige Abschluss des ersten Tages: Lissabon zu Fuß erklommen, und nun gesungen.
Ein weiterer Tag wartet auf dich
Melde dich kostenlos an, um alle Tage freizuschalten und die Reise in deinem Profil zu speichern.
Kostenlos anmeldenEinige Links zu Reise- und Shopping-Partnern auf dieser Seite sind Affiliate-Links: Wenn du darüber buchst oder kaufst, kann Clustrip eine kleine Provision erhalten — ohne Mehrkosten für dich. Als Amazon-Partner verdient Clustrip an qualifizierten Käufen.
Wie bewertest du diesen Reiseplan?
Deine Bewertung hilft uns, Clustrip besser zu machen.